Kawagutchiko / Fuji (Tag 11)

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Heute war wieder frühes aufstehen angesagt. Um 3Uhr klingelte der Wecker, unser Taxi wartete bereits vor 3:30Uhr wie bestellt auf uns. Bis zur 5. Station am Fuji fuhren wir ca. 40 Minuten. Die 5. Station liegt auf 2‘305 MüM. Es dämmerte bereits etwas. Die Aussicht auf den Fuji auf der einen Seite und der Weitblick in die Ebene waren wunderschön aber auch etwas beängstigend (dort hoch wollen wir wirklich?). Wir frühstückten noch etwas kleines und tranken Kaffee um nochmals Energie zu tanken und uns etwas an die Höhe zu gewöhnen. Dann ging es um ca. 4:30Uhr los. Die ersten paar 100 Meter waren noch flach und wir konnten diese bei wunderschönem Sonnenaufgang zusammen geniessen. Sobald es aber streng bergauf ging, drittelte sich unsere Familie. Vorab Julian der von Anfang an rechtes Tempo vorlegte. Dann Manuel und ich etwas gemütlicher und hinter uns Tina in ihrem Tempo.

Die Wanderung auf den Fuji ist nicht besonders reizvoll, abgesehen von der Aussicht ins Tal und über die Seenlandschaft. Meist ging es einfach steil berghoch, teilweise etwas Felsig, meist aber auf einem Weg im Zick-Zack. Es gab auch viele (japanische-Gruppen) welche den für sie heiligen Berg erklommen. Mit einem Japaner habe ich mich kurz unterhalten. Sie haben in einer Hütte am Berg übernachtet, werden nun langsam (was wirklich ultra langsam war) auf den Gipfel steigen und dann wieder absteigen und nochmals in der Hütte übernachten. Er fand es ziemlich lustig und merkwürdig, dass wir von der Schweiz auf den Fuji wanden.

Schlussendlich haben wir alle vier die Challange „Fuji“ gemeistert. Ich habe dies vorher nicht erwartet. Schliesslich sind es fast 1‘500 Höhenmeter und was mich persönlich am meisten gefordert hat, ist die Höhe des Fuji‘s. Auf 3‘725 Meter ist die Luft wirklich deutlich dünner und nach 4 Stunden berghoch wandern, ist jeder Schritt sehr anstrengend. Mein grössten Respekt an meine Wanderfamiie ❤️. Tina, welche immer etwas tiefstapelt (ich gehe nur bis zur 8. Station), dann aber mit ihrem unbändigen Willen (ganz Löwe halt) bis ganz hochläuft. Und nicht etwa völlig fertig, sondern noch mein einem Lachen im Gesicht. Manuel hatte wohl die schwierigsten Voraussetzungen, die Muskelmasse, Lunge und Herzkraft ist im Verhältnis zur Grösse wohl noch nicht voll ausgebildet. Trotz leichter Höhenkrankheit hat er sich durchgebissen. In wenigen Jahren werde ich wohl alleine laufen müssen… Ja und dann Julian, welcher im Vorfeld immer alles ziemlich locker und (zu)cool nahm (manchmal dachte ich es fehlt im den Respekt vor dem Berg). Nun er hat gezeigt was sein Körper und Wille alles Leisten können. Den Fuji in 3:30h zu erklimmen ist schon ein echt starkes Stück! Mein grösster Respekt und in Zukunft werde ich mich hüten Julian zu unterschätzen (bsp. Radtour nach Lausanne….)

Julian und ich haben uns dann noch entschieden die Kraterrunde zu gehen. Das war nochmals knapp 1 Stunde und ein paar Höhenmeter. Manuel bekam die Höhe nicht so gut, es wurde im etwas schlecht und da das ausruhen auf dem Gipfel keine Besserung brachte, entschieden Tina und er, dass sie bereits langsam abstiegen. Julian und ich trafen die beiden dann etwa auf der Hälfte des Abstieges. Nach knapp 8 Stunden erreichten wir dann wieder die 5. Station. Alle vier von uns merkten die Strapazen. Die wirklichen Auswirkungen kamen aber erst am Tag danach (dazu später…).

Irgendwann werden wir dann noch das Video schneiden und hochladen.

Hier das Video:


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