Auch heute wird wieder ein Hitzetag, oder wie die Japaner sagen „Kokushobi“ (grausam heisser Tag). Unsere Unterkunft im Stadtteil „Asakusa“ und somit gleich in der Nähe vom berühmten Sensō-ji-Tempel mussten wir diesen ja anschauen gehen. Neben der grausamen Hitze kamen auch noch grausam viele Menschen hinzu. Es war Samstag und am Abend sollte das grösste Feuerwerk von Japan genau in diesem Stadtteil stattfinden. Das ganze Quartier war ziemlich voll. Julian suchte auf dem „Touri“-Markt noch nach seinem Schild (bisher erfolglos). Wir entschlossen uns dann via Touristeninfo, welche eine Terrasse im 8. Stock hatte mit einer tollen Aussicht auf Asakusa, Richtung Skytree von Tokio zu laufen. Dort hat es ein grosses (und klimatisiertes) Einkaufszentrum. Die Jungs und ich entschieden uns dann auf den höchsten Fernsehturm (und anscheinend das dritt höchste Gebäude der Welt) zu gehen. Die Aussicht ist schon gewaltig. Bis an den Horizont nur Stadt. Es gibt mehrere Zentern mit Hochhäusern (Tokio besteht ja eigentlich aus mehreren Städten). Zurück im Einkaufszentrum wollte Manuel für einen Freund noch Pokémon-Karten kaufen gehen. Nach zirka 30 Minuten anstehen in einem übervollen Geschäft, konnte Manuel ein paar Karten ergattern (was für ein lieber Mensch Manuel doch ist).
Auf dem Weg zu unserer Unterkunft machten wir noch einen Abstecher in ein Rahmen-Restaurant welches Julian ausgesucht hatte (durch YouTube). Auch hier mussten wir wie fast überall in Japan zuerst zirka eine halbe Stunde anstehen (man muss einfach gelassen werden in diesem Japan „ommmmm“). Die Rahmen waren aber super lecker.
Da um 19Uhr das grosse Feuerwerk in der Nähe unserer Unterkunft stattfinden sollte und gemäss Gemini über 1 Million Zuschauer erwartet werden, wollten wir uns genug früh einen guten Platz sichern. Pustekuchen! Entweder hat die Polizei alles abgesperrt was in Frage kommen könnte oder die Japaner hatten die guten Plätze bereits Stunden vorher reserviert, auf der Strasse selbst durfte man nicht mehr stehen bleiben, da ansonsten Polizisten nett aber bestimmt dich zum weitergehen aufforderten. Also zurück ins Hotel, wir hatten ja noch unseren kleinen Balkon. Nochmals gemäss Gemini sollte der auch gut geeignet sein. Wir waren jedoch sehr skeptisch und da die Strassen nun alle gesperrt waren, gingen wir (ca. 18:45) nochmals vor die Türe und liefen einfach den Menschenmassen nach. Irgendwo in deiner kleineren Nebenstrasse wo bereits am Rand einige Menschen stehen blieben, wiedersetzten wir uns der Obrigkeit (Polizei) und standen einfach zu den Menschenreihe hinzu (wir taten so als wir schon immer dort stehen würden). Die Nebenstrasse war dann auch ziemlich schnell verstopft und hinter uns standen dann plötzlich noch mehrere Reihen. Die Polizisten schrien anfangs noch rum, irgendwann gaben sie aber auf und schauten dass wenigstens noch eine einer Kolonne sich bewegte. Tausende Menschen liefen aber einfach Runden und bestaunten das Feuerwerk so (ist in Japan wohl normal). Das Feuerwerk dauerte dann auch geschlagene 1 1/2 Stunden und es war auch ziemlich anstrengend so lange dort zu stehen. Aber meiner Meinung nach hat es sich gelohnt.
Noch ein kurzes Wort zur japanischen Polizei. Wir haben die Strategie welche sie verfolgten bis heute nicht ganz verstanden. Da sperren sie eine ganze Strasse damit sich die Menschenmassen fliessen können (was auch nötig war, da die gesamte Strasse voll war). Dann kommt eine leere Kreuzung bei welcher sie einfach die Strasse sperren und die ganze Menschenmasse um eine Ecke auf den schmalen Gehweg gezwängt wird, so dass bei einer Panik erst recht etwas passiert. Nun ja, egal. Wir haben unsere Unterkunft sicher erreicht.
Auch hierzu folgt später noch ein Video.
Video zu Tokio 2:
























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